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Mit dem Herbst beginnt in Oberschwaben-Allgäu eine Zeit, in der Natur, regionale Küche und gelebte Geschichte auf besondere Weise zusammenfinden. Herbstmärkte füllen historische Plätze, auf den Höfen wird die Ernte eingebracht und in Kirchen Erntedank gefeiert. Dazwischen laden stille Moore, farbenfrohe Wälder und weite Blicke über das sanfte Hügelland zu kleinen Auszeiten ein. Ein Marktbesuch am Morgen mit feinen Gaumenfreuden, ein Spaziergang durchs Moor, eine Geschichte hinter alten Mauern und am Abend wohltuende Wärme in einer der hiesigen Thermen – zwischen lebendigen Kleinstädten, barocken Schätzen und einzigartiger Naturlandschaft entfaltet der Herbst in Oberschwaben-Allgäu seine ganze Vielfalt.
Kaum eine Jahreszeit lässt einen die Kulturlandschaft Oberschwaben-Allgäus so intensiv erleben wie der Herbst. Auf den Streuobstwiesen biegen sich die Bäume unter Äpfeln, Birnen und Zwetschgen. Kartoffeln und Kürbisse kommen frisch vom Feld und in Hofläden sowie auf Wochenmärkten füllen sich die Auslagen mit der Ernte des Jahres. Oft stehen die Landwirte selbst am Verkaufsstand und erzählen davon, wie aus Streuobst Most und feine Destillate entstehen. Besonders sinnlich wird das dort, wo selbst Hand angelegt werden darf. So etwa beim neuen Gallus-Markt auf dem Campus Galli bei Meßkirch, wo Kunsthandwerk, Naturwaren und regionale Spezialitäten auf die Kulisse der mittelalterlichen Klosterbaustelle treffen. Im Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg stehen im Herbst Käse, Äpfel und Kartoffeln ebenso im Mittelpunkt wie bäuerliches Brauchtum. Im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach bei Bad Schussenried locken unter anderem Mitmachaktionen wie gemeinsames Kränzebinden und Zwiebelkuchen aus dem Backhäusle. Auch der Dank für die Gaben der Natur hat in Oberschwaben-Allgäu einen festen Platz im Kalender. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das beim kunstvoll gestalteten Erntedankteppich in der Kirche St. Oswald in Otterswang. Aus Getreide, Samen, Blüten und Früchten entsteht jedes Jahr ein beeindruckendes Kunstwerk.
In den historischen Städtchen lässt sich die Region buchstäblich erschmecken. In Ravensburg führen die „Kulinarischen StadtGänge“ durch mehrere Jahrhunderte Ess-, Trink- und Stadtgeschichte. In Wangen und Leutkirch stellen Genusstouren regionale Spezialitäten in den Mittelpunkt, während die neue Führung „Geschichte und Genuss“ in Bad Schussenried Stadtgeschichte und Kulinarik zusammenbringt. Und manches greift noch weiter zurück: Ritteressen und barocke Schlemmereien erinnern daran, dass üppige Tafelfreuden in Oberschwaben-Allgäu eine lange Geschichte haben.

Je kürzer die Tage werden, desto besser passen außerdem Geschichten, die ein wenig schauriger daherkommen. Auf Schloss Waldburg ziehen bei den Rittertagen Ritter, Gaukler und Zauberer in den Burghof ein. Düstere Kapitel der Stadtgeschichte kommen in Ravensburg bei der Hexenwahn-Führung, in Biberach beim Streifzug durch „Die dunkle Seite der Nacht“ und in Bad Waldsee bei einer Gruselführung ans Licht. Im Museumsdorf Kürnbach entstehen derweil in der KinderWerkstatt freche Rübengeister.
Zwischen all den Geschichten und Genüssen bleibt auch Raum für stille Momente. Gerade im Herbst entfalten die Moore und Wälder Oberschwaben-Allgäus eine besondere Atmosphäre. Im Arrisrieder Moos bei Kißlegg erzählen sieben Erlebnisstationen von Moor, Torfabbau und Wiedervernässung. Rund um Argenbühl geht es zur Moorgeschichte und zur „Heilsamen Linde“, während das Tannenbühl bei Bad Waldsee Wald, Wildtiere und Biotope erschließt. Manchmal braucht es dabei gar kein bestimmtes Ziel. Langsamer gehen, dem Rascheln unter den Füßen lauschen, bewusst atmen und den Blick schweifen lassen – Waldbaden und achtsame Naturerlebnisse machen genau daraus eine entschleunigende Auszeit. Auch Bewegung und Einkehr lassen sich verbinden: In Isny führt eine Genusswanderung für Feinschmecker und Moorentdecker auf aussichtsreichen Wegen durch Moore und Wälder – kulinarische Stopps inklusive.
Wer mehrere Tage Zeit hat, kann Natur, Gaumenfreuden und Kultur auf kurzen Wegen miteinander kombinieren: So führt das Angebot „Drei Tage Oberschwaben-Allgäu im Herbst“ vom Wald- und Moränengebiet Tannenbühl und der Altstadt Bad Waldsees über das Wurzacher Ried und die barocke Kirche St. Katharina in Wolfegg bis zum Kloster Schussenried und nach Aulendorf.
Und dann zeigt der Herbst noch eine weitere seiner schönen Seiten: Draußen wird die Luft frischer, drinnen wartet wohlige Wärme. Museen und Kulturprogramme passen jetzt ebenso gut in den Tagesrhythmus wie ein gemütlicher Abend im Gasthaus. In Biberach stehen die Filmfestspiele auf dem Herbstprogramm, Schloss Meßkirch öffnet zur Kultur- und Museumsnacht und Schloss Achberg gewährt bei einer Führung mit dem Restaurator besondere Einblicke in die Ausstellung zum Maler Karl Hofer.
Wer die Wärme noch intensiver genießen möchte, findet sie in den vier großen Thermen der Region: in der Waldsee-Therme in Bad Waldsee, der feelMOOR Therme Bad Wurzach, der Adelindis Therme Bad Buchau und der Sonnenhof-Therme Bad Saulgau. So wird aus einem Herbsttag in Oberschwaben-Allgäu eine abwechslungsreiche Pause vom Alltag – geprägt von Natur, regionalem Geschmack und gelebten Traditionen.
Alle Informationen zu den Herbstangeboten in der Urlaubsregion Oberschwaben-Allgäu: www.oberschwaben-tourismus.de/herbst