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Sieben Konzertabende stehen in der Spielzeit 2026/27 in der Stadthalle Tuttlingen auf dem Programm. Vom Saisonauftakt mit der Jungen Philharmonie Oberschwaben über die französische Pianistin Lise de La Salle und das Vokalensemble Apollo5 bis zu einem Beethoven-Stummfilm mit Live-Klavierbegleitung reicht das Programm. Ludwig van Beethoven rückt dabei besonders in den Mittelpunkt: 2027 jährt sich sein Todestag zum 200. Mal.
Den Auftakt übernimmt am Sonntag, 11. Oktober, die Junge Philharmonie Oberschwaben unter der Leitung von Alban Beikircher. Das Orchester gibt seit 18 Jahren jungen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, große sinfonische Werke einzustudieren. Auch Talente aus Tuttlingen gehören zum Ensemble. Auf dem Programm stehen Werke von Franz Liszt, Gioachino Rossini und Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Hinzu kommt ein Auftragswerk von Florian Karl Enrique Briegel, das vom Jugendorchester uraufgeführt wird.

Lise de La Salle und Apollo5 zu Gast
Am 10. November gehört die Bühne Lise de La Salle. Die französische Pianistin ist international als Solistin und Kammermusikerin gefragt und widmet ihren Tuttlinger Abend Werken von Frédéric Chopin und Franz Liszt.
Kurz vor Weihnachten wechselt das musikalische Format. Am dritten Adventssonntag, 13. Dezember, kommt das britische Vokalquintett Apollo5 mit seinem Programm „Christmas Lights“ in die Stadthalle. Das Ensemble besteht aus Sopran, Mezzosopran, zwei Tenören und Bass und musiziert ohne instrumentale Begleitung.
Beethoven prägt das Klassikjahr 2027
Mit einem Violinrezital von Johannes Ascher und Leon Wenzel beginnt am 28. Februar das Konzertjahr 2027. Unter dem Titel „An die unsterbliche Geliebte“ steht Beethovens Violinsonate Nr. 10 op. 96 im Zentrum. Sie entstand in zeitlicher Nähe zu jenem berühmten Brief, den der Komponist 1812 an eine bis heute nicht eindeutig identifizierte Frau schrieb. Ergänzt wird das Programm unter anderem durch Beethovens Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ sowie Werke von Max Reger und Karol Szymanowski.
Eine besondere Verbindung von Film und Musik folgt am 13. März. Gezeigt wird der österreichische Stummfilm „Beethoven“ von Hans-Otto Löwenstein aus dem Jahr 1927. Der Film mit Fritz Kortner in der Titelrolle entstand zum damaligen 100. Todestag Beethovens und zeichnet Stationen aus dem Leben des Komponisten nach.
Für die Aufführung in Tuttlingen erklingt eine neue Musikfassung des Komponisten Malte Giesen. Darin werden im Film erwähnte Beethoven-Werke aufgegriffen und mit Techniken wie Remix, Sampling und Shuffling verarbeitet. Pianist und Cembalist Moritz Ernst begleitet den Film live am Klavier.
Quatuor Hermès und Württembergische Philharmonie
Ende April kommt mit dem Quatuor Hermès ein französisches Streichquartett erstmals nach Tuttlingen. Omer Bouchez und Elise Liu an den Violinen, Manuel Vioque-Judde an der Viola und Yan Levionnois am Cello spielen Werke von Leoš Janáček und Ludwig van Beethoven. Das 2008 gegründete Ensemble trat bereits unter anderem in der Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall in London auf.
Den Abschluss der Konzertsaison bildet am 12. Mai die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter der musikalischen Leitung von Roberto Paternostro. Solist am Klavier ist Michael Korstick. Neben Richard Strauss’ „Don Juan“ und der „Rosenkavalier-Suite“ steht Johannes Brahms’ Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83 auf dem Programm.
Damit führt die Saison von einem Jugendorchester aus der Region über A-cappella-Gesang und Kammermusik bis zum großen Orchesterkonzert. Beethoven bildet dabei den roten Faden durch mehrere Abende der Spielzeit.