2026 in Schwarzenberg: Klassik trifft auf neue Klangwelten

Pianist Tobias Jacob. Der Vorarlberger Ausnahme-Pianist Tobias Jacob präsentiert beim Backstage Concert der :alpenarte seine persönlichen Lieblingswerke. Der 17-Jährige begann erst vor fünf Jahren Klavier zu spielen und studiert inzwischen an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Foto: Julia Wesely.

#alpenarte

Junge internationale Musiker, eine Uraufführung und klassische Musik an ungewöhnlichen Orten: Vom 16. bis 18. Oktober 2026 lädt die nach Schwarzenberg im Bregenzerwald. Das Festival erweitert sein Programm in diesem Jahr um ein Backstage Concert und einen musikalischen Dorfspaziergang. Zu den Gästen gehören unter anderem Cellist Philipp Schupelius, Perkussionist Leon Lorenz, das Stretton Quartett sowie Akkordeonist Martynas Levickis mit dem Mikroorkéstra.

Intendant Matthias Honeck setzt dabei verstärkt auf die direkte Begegnung zwischen Musikern und Publikum. Neben den Konzerten im Angelika Kauffmann Saal führt das Programm deshalb auch an andere Orte in Schwarzenberg. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Förderung junger Musiker.

Auftakt mit Tobias Jacob, Cello und Perkussion
Den Festivalauftakt am Freitag, 16. Oktober, gestaltet der 17-jährige Vorarlberger Pianist Tobias Jacob. Beim neuen Backstage Concert präsentiert er persönliche Lieblingswerke und spricht mit dem Publikum über seine Musik. Jacob begann vor fünf Jahren mit dem Klavierspiel und studiert inzwischen an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Auf dem Programm stehen Werke von Chopin, Schubert, Rameau, Skrjabin und Rachmaninoff.

Pianist Tobias Jacob. Der Vorarlberger Ausnahme-Pianist Tobias Jacob präsentiert beim Backstage Concert der :alpenarte seine persönlichen Lieblingswerke. Der 17-Jährige begann erst vor fünf Jahren Klavier zu spielen und studiert inzwischen an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Foto: Julia Wesely.

Anschließend begegnen sich im Angelika Kauffmann Saal Violoncello und Perkussion. Cellist Philipp Schupelius und Perkussionist Leon Lorenz verbinden klassische Werke mit Einflüssen aus Jazz, Tango und weiteren Genres. Schupelius wurde 2024 von Classic FM unter die 30 spannendsten Nachwuchsmusiker weltweit gewählt, Lorenz trat bereits in Konzerthäusern wie der Elbphilharmonie Hamburg auf.

Auftragswerk von Haram Kim wird uraufgeführt
Beim Grand Concert am Samstagabend steht das Stretton Quartett auf der Bühne. Das Ensemble spielt Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn Bartholdy. In Schwarzenberg tritt das Quartett in veränderter Besetzung an: Anstelle des ursprünglich angekündigten Leonhard Baumgartner übernimmt Violinistin Elli Choi.

Ein besonderer Programmpunkt folgt mit der Uraufführung eines eigens für die entstandenen Werks. Komponiert wurde es vom südkoreanischen Geiger und Komponisten Haram Kim, der an der Yale School of Music studiert. In seinen Kompositionen verbindet er klassische Traditionen mit zeitgenössischen Klangsprachen.

„Die Förderung junger Musiker gehört seit jeher zu einer Grundsäule der “, sagt Intendant Matthias Honeck. Mit dem neuen Auftragswerk werde dieser Gedanke auch auf die zeitgenössische Komposition ausgeweitet.

Am Sonntag zieht die Musik durchs Dorf
Am Sonntag, 18. Oktober, verlagert sich ein Teil des Festivals ins Dorf. Nach der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes in der Kirche von Schwarzenberg beginnt am Dorfplatz ein musikalischer Spaziergang. Konzipiert wurde das neue Format von der Schwarzenberger Musikerin, Volksmusikforscherin und Musikvermittlerin Evelyn Fink-Mennel.

Gemeinsam mit den Kons-Fiddlern und den Brass Divas verbindet der Spaziergang Volksmusik und Improvisation an verschiedenen Stationen. Ziel ist das Angelika Kauffmann Museum, wo ein Sektempfang und eine Einführung in die aktuelle Ausstellung vorgesehen sind.

Zurück im Angelika Kauffmann Saal spricht ab 16 Uhr der Geigenbauer und Autor Martin Schleske über Handwerk, Material und Resonanz beim Instrumentenbau. Passend dazu widmet sich die diesjährige unter dem Titel „Der Werdegang einer Violine“ dem Weg vom rohen Holz bis zum fertigen Streichinstrument.

Martynas Levickis beschließt das Festival
Das Abschlusskonzert beginnt am Sonntag um 17 Uhr. Der litauische Akkordeonist Martynas Levickis und das Mikroorkéstra präsentieren unter dem Titel „Faszination Akkordeon: Tanz der Klänge“ ein Programm, das von Mozart und Bach bis zu Astor Piazzolla reicht. Levickis wurde unter anderem mit dem Opus Klassik ausgezeichnet.

Ergänzt wird das Festivalprogramm durch Angebote zur Musikvermittlung. Zwei Konzerte für Volks- und Mittelschulen richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren. Auch Kulinarik gehört erneut zum Konzept: Wolfgang Mätzler von FAIRkocht begleitet die mit Gerichten auf Basis regionaler Produkte.

2026
Termin: 16. bis 18. Oktober 2026
Ort: Schwarzenberg im Bregenzerwald, unter anderem Angelika Kauffmann Saal, Kirche, Dorfplatz und Angelika Kauffmann Museum
Programm: Backstage Concert, Grand Concert mit Uraufführung, musikalischer Dorfspaziergang, Gespräch mit Martin Schleske und Abschlusskonzert mit Martynas Levickis und Mikroorkéstra
Information: alpenarte.at

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