Pfahlbaumuseum und Inklusionshotel Seehörnle gewinnen Bodensee-Innovationspreis

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Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen und das Hotel Seehörnle in Gaienhofen sind die Gewinner des Tourismus-Innovationspreises „Bodensee25“. Der Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee (VTWB) hatte dazu aufgerufen, Projekte einzureichen, die einen relevanten Beitrag zur Weiterentwicklung des Bodenseetourismus leisten und das positive Image der Region stärken. Die Preisträger nahmen die Auszeichnung Anfang Dezember auf dem Tourismusforum der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT) im Dornier Museum in Friedrichshafen entgegen.

Aus 21 Einreichungen wählte die international aus allen vier Ländern der Bodenseeregion besetzte Jury die Preisträger aus. In der Kategorie Nachhaltigkeit überzeugte der Inklusionsbetrieb „Bio-Hotel und Gasthaus Seehörnle“ mit Standort in Gaienhofen-Horn. Das vom Caritasverband Konstanz getragene beliebte Urlaubshotel verbindet das Ziel der Klimaneutralität mit dem Bestreben um soziale Nachhaltigkeit. Die Aufstockung des Hotelgebäudes um ein weiteres Geschoss im Effizienzhaus-Standard ermöglichte im Jahr 2023 die Einrichtung von 11 zusätzlichen barrierefreien Gästezimmern. Ein Drittel der Mitarbeitenden des Seehörnle hat eine wesentliche Behinderung und benötigt zur Teilhabe an Arbeit besondere Hilfe. So gesellt sich zum Anliegen der ökologischen Nachhaltigkeit auch das der sozialen Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

Ausrichter, Preisträger und Jury des Tourismus-Innovationspreises „Bodensee25“. V.l.n.r.: Franz Petzold, Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee (VTWB), die Preisträger Prof. Dr. Gunter Schöbel, Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, Christine Herbrig und Thomas Kopacevic vom Bio-Hotel und Gasthaus Seehörnle, die Jurymitglieder Gerhard Stübe, Kongresskultur Bregenz GmbH, Mathias Ulrich, Liechtenstein Marketing, Prof. Anja Brittner-Widmann, DHBW Ravensburg, Monika Grünenfelder, Netzwerk Bodenseegärten und die Gastgeberin der Vergabe auf dem Tourismusforum im Dornier Museum Nina Hanstein, Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT). Bildnachweis: IBT, Oliver Hanser

Als Sieger in der Kategorie Erlebnisse ging das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen hervor. Es hatte sich mit dem 2024 eröffneten „Neuen Museum am See“ beworben. Der in Holzarchitektur errichtete Neubau mit Besucherzentrum und Ausstellungsflächen interpretiert „Pfahlbaukonstruktion“ auf moderne Weise und vermittelt zwischen der Ortsbebauung und der steinzeitlichen Welt der Pfahlbauten im Wasser. Die Modernität des Neubaus und seine museale Ausgestaltung ist für das von einem Verein getragene Museum ein gewaltiger Schritt. Denn es entwickelt darin die über 100 Jahre gewachsene Vermittlungspraxis hin zu einer zeitgemäßen, emotionalen Präsentation des Themas „Welterbe Pfahlbauten“ – mit interaktiven Präsentationen an Medienstationen, rollstuhlgerechten Blickwinkeln, NFC-Tags an allen Exponat-Vitrinen und farbig hervorgehobenen Texten für Kinder.

Der Preis mit einem Preisgeld von 2.500 Euro wurde dieses Jahr in zwei Feldern vergeben: Die Kategorie Erlebnisse zeichnet Angebote und Projekte aus, die einzigartige, berührende und inspirierende Momente schaffen. Die Kategorie Nachhaltigkeit fokussiert auf zukunftsorientierte Konzepte, die dazu beitragen, die Attraktivität der Region langfristig zu bewahren und sie so zu gestalten, dass sie Gäste und Einheimische auch in vielen Jahren noch begeistert. Einen Sieger in der Kategorie Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gab es in diesem Jahr nicht.

Die Jury setzte sich aus erfahrenen Fachleuten aus allen vier Ländern der Region zusammen. Koordiniert wurde der Wettbewerb vom VTWB in Zusammenarbeit mit der IBT. Bewertet wurden die Einreichungen unter anderem nach dem Grad der Innovation, dem Kundennutzen, den sozialen Auswirkungen, dem wirtschaftlichen Effekt auf die Wertschöpfungskette, der Imagewirkung für die Region und der Nachhaltigkeit im Sinne des Umgangs mit Ressourcen.

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