Museum zu Allerheiligen präsentiert vielfältiges Ausstellungsjahr 2026
#Schaffhausen
Das Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen startet mit einem breit gefächerten und inhaltlich starken Programm ins Jahr 2026. Von zeitgenössischer Kunst über kulturhistorische Themen bis hin zu gesellschaftspolitischen Fragen spannt sich ein Bogen, der sowohl Kunstliebhaberinnen und -liebhaber als auch Familien und historisch Interessierte anspricht.
SpielKartenKunst – verlängert bis 25. Januar 2026
Die erfolgreiche Ausstellung SpielKartenKunst wird aufgrund des großen Publikumsinteresses verlängert. Erstmals zeigt das Museum von Künstlerinnen und Künstlern gestaltete Spielkarten aus seiner bedeutenden Sammlung. Entwürfe von Félix Vallotton, HR Giger, Niki de Saint Phalle und weiteren Kreativen machen sichtbar, wie das Medium Spielkarte gesellschaftliche Stimmungen und ästhetische Entwicklungen widerspiegelt.
Andrin Winteler: Floating Point – bis 22. Februar 2026
Der Schaffhauser Künstler Andrin Winteler, Träger des Manor Kunstpreises 2025, präsentiert seine erste institutionelle Einzelausstellung. Floating Point vereint Film, immersive Installationen und Fotografie. Winteler verfremdet Alltagsmotive und untersucht die Übergänge zwischen Erinnerung, Traum und Realität. Seine poetisch-ambivalenten Arbeiten regen dazu an, über Wahrnehmung und Zeit nachzudenken.
Eiszeit – Leben vor 17 000 Jahren – bis 15. März 2026
Die Familienausstellung führt zurück in die Welt am Ende der letzten Eiszeit. Besucherinnen und Besucher begegnen Mammuts, Rentieren sowie den Jägerinnen und Sammlern der Region. Ein besonderes Highlight ist das berühmte «Weidende Rentier» aus der Kesslerlochhöhle, das erstmals im Original in der Schweiz zu sehen ist.
Hoffnung als Krücke – Gegenwartskunst bis 6. September 2026
Die aktuelle Sammlungspräsentation verbindet Neuankäufe mit lange nicht gezeigten Werken. Ausgangspunkt ist Ulrich Meisters Zeichnung Ohne Titel (Stelzen), die ein Kinderspielzeug zeigt, das heute eher an Krücken erinnert. Die Ausstellung bewegt sich zwischen Leichtigkeit und Ernst und thematisiert das Überwinden von Hindernissen – räumlich, gesellschaftlich und emotional. Vertreten sind u. a. Silvia Bächli, Käthe Kollwitz, Peter Paul Rubens und Christian Vetter.

Olaf Breuning: No Astroid 2024_Courtesy the artist
Olaf Breuning – 6. Juni bis 25. September 2026
Mit einer grossen Einzelausstellung kehrt Olaf Breuning, einer der international erfolgreichsten Schweizer Künstler seiner Generation, in seine Heimatstadt zurück. 25 Jahre nach seiner ersten Schau im Museum zu Allerheiligen zeigt Breuning neue Arbeiten aus Fotografie, Video, Skulptur und Installation. Humorvoll und zugleich kritisch setzt er sich mit Themen wie Klimakrise und Konsumkultur auseinander.
Orakel – 29. August 2026 bis 10. Januar 2027
Die interdisziplinäre Ausstellung Orakel widmet sich dem menschlichen Bedürfnis, die Zukunft zu deuten. Von antiken Artefakten über naturhistorische Objekte bis zu künstlerischen Grafiken zeigt die Schau, wie Menschen seit Jahrhunderten versuchen, Unsicherheiten zu verstehen – sei es im Vogelflug, in Wolkenformationen oder in heutigen Datenströmen. Die Ausstellung stellt die Frage, wem wir vertrauen, wenn wir Antworten suchen.
ERNTE 26 – 8. November 2026 bis 20. März 2027
Die traditionsreiche Jahresausstellung der Schaffhauser Kunstschaffenden findet 2026 erneut statt. Seit 1938 bietet die ERNTE ein wichtiges Forum für regionale zeitgenössische Kunst. Auch dieses Jahr wird der mit 10 000 Franken dotierte «ERNTE-Kunstpreis der Mobiliar» vergeben. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Schaffhausen.
Verdingt. Versorgt. Vergessen? – 5. Dezember 2026 bis 2. Mai 2027
Die Wanderausstellung beleuchtet die Geschichte der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen in der Schweiz. Sie zeigt persönliche Lebensgeschichten Betroffener und den langen Weg der politischen Aufarbeitung. Die Schau lädt dazu ein, über Verantwortung, Gerechtigkeit und die Frage nach Wiedergutmachung nachzudenken. Sie ist Teil des Programms «erinnern für morgen» des Bundesamts für Justiz.
Quelle / Mehr Infos: www.allerheiligen.ch


