{"id":5751,"date":"2015-12-10T08:01:54","date_gmt":"2015-12-10T07:01:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.see-infos.de\/?p=5751"},"modified":"2022-08-10T08:41:30","modified_gmt":"2022-08-10T06:41:30","slug":"wer-ist-jan-hus-hintergrundinformationen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/see-infos.de\/?p=5751","title":{"rendered":"Wer ist Jan Hus? Hintergrundinformationen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Europa um 1400: alles scheint in Unordnung. Nicht nur die staatlichen Strukturen versprechen keine Sicherheit mehr, sondern vor allem auch die heilige Mutter Kirche. Unzucht, Korruption, Ma\u00dflosigkeit und Willk\u00fcr herrschen. Der Teufel habe auf der Welt die Macht an sich gerissen, denken viele Zeitgenossen. Drei P\u00e4pste regieren, die Osmanen r\u00fccken immer weiter gegen das Abendland vor, Kriege und Krankheiten, wo man hinsieht.<\/strong><\/p>\n<p>In diese Welt wird Jan Hus, der sp\u00e4tere Theologe und Reformator um 1370 hineingeboren. Sein Geburtsort Husinec (heute Tschechische Republik) liegt in B\u00f6hmen, das von K\u00f6nig Wenzel regiert wird. Wenzel tr\u00e4gt anf\u00e4nglich nicht nur die b\u00f6hmische, sondern auch die deutsche Krone und regiert von Prag aus. B\u00f6hmen ist ein zentraler Bestandteil des Heiligen R\u00f6mischen Reichs. Allerdings ist dem schwachen Wenzel w\u00e4hrend seiner Regentschaft kein Erfolg beschieden. Er verliert den Titel des r\u00f6misch-deutschen K\u00f6nigs an seinen Halbbruder Sigismund, der das Konstanzer Konzil einberuft und sp\u00e4ter sogar Kaiser wird. Nominell steht zwar B\u00f6hmen unter der Herrschaft von Wenzel, es gelingt ihm aber nicht, klare Machtstrukturen zu schaffen.<\/p>\n<p>Es ist erstaunlich, dass es Jan oder Johannes Hus in dieser chaotischen Situation gelingt, eine wahrhaft brillante Karriere zu machen. Aus einfachsten Verh\u00e4ltnissen stammend (sein Vater war wohl Fuhrmann von Beruf) besuchte er die Lateinschule im s\u00fcdb\u00f6hmischen Prachatice und studiert ab ca. 1390 an der Prager Karls-Universit\u00e4t und schlie\u00dft mit dem Titel eines Magister Artium ab.<\/p>\n<p><strong>John Wyclif, Hieronymus von Prag und deren Einfluss<\/strong><br \/>\nVielleicht \u00fcber seinen Freund und Kollegen Hieronymus von Prag kam Jan Hus mit den Lehren des englischen Fr\u00fchreformators John Wyclif in Kontakt. Dieser lehnte in seinen Schriften u.a. den Anspruch des Papstes auf die Aus\u00fcbung weltlicher Macht und sein Streben nach Besitz ab, stand der Reliquien-verehrung und dem Z\u00f6libat kritisch gegen\u00fcber und sprach sich gegen die Transsubstantiationslehre der Kirche aus, also gegen den Glauben an die dauerhafte Wandlung von Brot und Wein w\u00e4hrend des Gottesdienstes in den Leib und das Blut Christi. Hieronymus lernte die Wyclif\u2019schen Lehren in London kennen und verbreitete sie anschlie\u00dfend auf dem Kontinent. Besonders im heimatlichen B\u00f6hmen fielen sie auf fruchtbaren Boden. Beeindruckt davon wandte sich Jan Hus Ende des 14. Jahrhunderts dem Studium der Theologie zu. Ein weiterer, nicht unwesentlicher Grund lag darin, wie er selbst sagte, der Armut zu entkommen. Im Jahr 1400 wird er zum Priester geweiht und 1401 zum Dekan der philosophischen Fakult\u00e4t, 1402 nahm er seine Lehrt\u00e4tigkeit als Magister regens an der Prager Universit\u00e4t auf.<\/p>\n<p><strong>Jan Hus im Machtgef\u00fcge seiner Zeit<\/strong><br \/>\nNeben seiner wissenschaftlichen Arbeit bet\u00e4tigte sich Hus als Prediger an der Prager Bethlehemsapelle. F\u00fcr den Gottesdienst bevorzugte er die vom Volk gesprochene Landessprache und nicht das in den Kirchen gebr\u00e4uchliche Latein. In seinen Predigten vertrat er auch strenge Moralvorstellungen zu Fragen der Lebensf\u00fchrung. So bek\u00e4mpfte er z.B. die in seinen Augen unsittliche Mode der Zeit (Schmuck \/ Schuhe \/ H\u00fcte \/ Kleider) sowie den Besuch von Gasth\u00e4usern bzw. den damit verbundenen Sauffteuf. Vollsauffer galten ihm als rettungslos dem Teufel verfallen. Anliegen, die sp\u00e4teren Reformatoren wie Zwingli, Blarer oder Calvin ebenfalls am Herzen lagen. Dass sich Hus mit solchen Ansichten in der Bev\u00f6lkerung nicht nur Freunde machte, liegt auf der Hand. Dar\u00fcber hinaus kritisierte er wie schon Wyclif \u2013 das damals aktuelle Auftreten der P\u00e4pste bzw. des Klerus. Eine gef\u00e4hrliche Mischung, die alsbald m\u00e4chtige kirchliche und weltliche Kritiker auf den Plan rief. Anf\u00e4nglich sch\u00fctzte ihn noch K\u00f6nig Wenzel, da dieser sich durch das Spielen einer national-b\u00f6hmischen Karte politische Vorteile gegen seinen Bruder Sigismund versprach. Letzterer mischte sich aufgrund der offensichtlichen Unf\u00e4higkeit Wenzels immer st\u00e4rker in dessen Machtbereich ein und versuchte, den Einfluss von Hus und Hieronymus zur\u00fcck zu dr\u00e4ngen. Der Prager Erzbischof untersagte Hus schlie\u00dflich die Predigt und das Feiern von Gottesdiensten. Eine weitere Eskalation bestand in der Verbrennung der Wiclyf\u2019schen Schriften und der Forderung, sich von dessen Lehren zu distanzieren. Da Hus diesen Aufforderungen nicht nachkam, wurde er von Papst Johannes XXIII. mit dem Kirchenbann belegt und exkommuniziert.<\/p>\n<p>Zuvor hatte Hieronymus von Prag allerdings massiv dazu beigetragen, dass es an der Prager Karls-Universit\u00e4t zu einem Kr\u00e4ftemessen zwischen den deutsch- und tschechischsprachigen B\u00f6hmen kam: w\u00e4hrend des Schismas unterst\u00fctzte die \u201edeutsche\u201c Seite zusammen mit dem Erzbischof von Prag den in Rom amtierenden Papst, w\u00e4hrend die \u201etschechische\u201c Seite den in Bologna residierenden Papst als eigentliches Oberhaupt anerkannte. K\u00f6nig Wenzel, selbst aus dem Geschlecht der Luxemburger stammend, stand auf der Seite der Tschechen. Beeinflusst von Hieronymus erlie\u00df er das sog. \u201eKuttenberger Dekret\u201c. In diesem wurde festgelegt, dass bei Abstimmungen in den Gremien der Universit\u00e4t die Tschechische \u201eNation\u201c drei Stimmen erhalten sollte. Alle anderen \u201eNationen\u201c (B\u00f6hmen, Bayern, Sachsen, Polen) verf\u00fcgten zusammen \u00fcber nur noch eine Stimme. Vor dem Erlass hatte jede Nation eine separate Stimme besessen. 80 Prozent des Lehrpersonals und der Studenten verlie\u00dfen daraufhin die Prager Hochschule und gr\u00fcndeten 1409 in Leipzig eine eigene Universit\u00e4t. Durch diesen Aderlass verlor sie ihren Ruf als eine der f\u00fchrenden Universit\u00e4ten in Europa. Jan Hus profitierte davon: In der Nachfolge Johannes von Schweidnitzs erhielt er die Stelle des Rektors der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Dies alles f\u00fchrte zu einer explosiven Stimmung. Bef\u00fcrworter und Gegner der Lehre von Hieronymus und Hus standen sich unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber. Das In- und Ausland blickte voller Misstrauen auf die b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Zust\u00e4nde in und um B\u00f6hmen, das als Hort des Ketzertums angesehen wurde. Seine Bewohner sahen sich auf der Anklagebank und ihren Ruf gesch\u00e4digt. K\u00f6nig Wenzel, der sich zunehmend als unberechenbarer Despot geb\u00e4rdete, verlor immer mehr an Einfluss. Als Hus gegen die Abl\u00e4sse predigte, von denen auch Wenzel profitierte, entzog dieser Hus seine Unterst\u00fctzung. 1412 musste Hus Prag schlie\u00dflich verlassen und zog als Wanderprediger \u00fcbers Land. Daneben arbeitete er bis 1414 u.a. auf der Ziegenburg (S\u00fcdb\u00f6hmen) und auf der Burg Krakovec (Mittelb\u00f6hmen) an verschiedenen theologischen Schriften, unter anderem \u201eDe Ecclesia\u201c, deren Inhalt ihm w\u00e4hrend seines Prozesses in Konstanz teilweise vorgeworfen wurde.<\/p>\n<p><strong>Jan Hus\u2018 Zeit in Konstanz 1414 und 1415<\/strong><br \/>\nUm eine Beruhigung und Kl\u00e4rung der Situation herbeizuf\u00fchren, forderte K\u00f6nig Sigismund Jan Hus dazu auf, sich und seine Thesen vor dem Konzil von Konstanz zu vertreten. Hus nahm die Einladung an und reiste in Begleitung von drei b\u00f6hmischen Adligen an den Bodensee. Den f\u00fcr die Reise ausgestellten Brief \u00fcber das freie Geleit erhielt die Gruppe allerdings erst in der Stadt. Zwischen dem 3. und 28. November 1414 lebte Hus zusammen mit seinen Parteig\u00e4ngern f\u00fcr ca. drei Wochen mehr oder weniger unbehelligt in Konstanz und predigte \u2013 obwohl ihm dies eigentlich untersagt war \u2013 seine Lehren in seiner Herberge. Basierend auf Anklagen, die u.a. von b\u00f6hmischen Klerikern erhoben worden waren, verhaftete man ihn und hielt ihn an verschiedenen, teils menschenunw\u00fcrdigen Orten gefangen. Bis heute ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigt, ist sein \u201edunkler und finsterer Kerker\u201c im Dominikanerkloster (dem heutigen Steigenberger Inselhotel) \u201eund zwar in unmittelbarer N\u00e4he einer Kloake\u201c. Mehrfach wurde er aufgefordert, zu eigenen und zu Thesen Wyclifs Stellung zu nehmen, was er auch tat. Doch die Zahl seiner Gegner wuchs von Tag zu Tag. Neue Anklagepunkte wurden formuliert. Zu den B\u00f6hmen traten Kleriker aus Frankreich und England. F\u00fcr K\u00f6nig Sigismund, der sich seiner Zusage des freien Geleits durchaus bewusst war, bedeutete die Causa Hus allerdings nur eine Nebensache. Sicher wichtig f\u00fcr B\u00f6hmen, aber f\u00fcr das Konzil als Ganzes eher von untergeordneter Bedeutung. \u00c4hnlich sahen es wohl auch die f\u00fchrenden Theologen; sie erw\u00e4hnen in ihren Erinnerungen Hus und seine Verh\u00f6re teilweise \u00fcberhaupt nicht. Die L\u00f6sung des Schismas und die Reformation der Kirche standen im Vordergrund. Trotzdem musste der Fall irgendwie gel\u00f6st werden. Wie seine zahlreichen Briefe beweisen, konnte Hus aus der Haft kommunizieren. Aber nicht nur Jan Hus schrieb Briefe. Dem K\u00f6nig von Arag\u00f3n war \u201ezu Ohren gekommen, dass ein falscher Christ mit h\u00e4retischen \u00dcberlieferungen die Kirche untergraben\u201c habe. Einem solchen gegen\u00fcber g\u00e4be es keinen Wortbruch, lie\u00df er K\u00f6nig Sigismund in einem Schreiben wissen\u2026<\/p>\n<p><strong>Prozess und Hinrichtung<\/strong><br \/>\nUm die Sache doch noch in geordnete Bahnen zu leiten, ordnete Sigismund an, dass Hus vor dem Konzil Geh\u00f6r erhalten solle. Zwischen dem 5. und 8. Juni 1415 fanden im Refektorium des Minoritenklosters die Anh\u00f6rungen statt \u2013 soweit man sie so nennen kann. Die Ankl\u00e4ger lie\u00dfen bereits am ersten Tag nichts unversucht, Hus der Ketzerei zu \u00fcberf\u00fchren. Die Befragung endete in einem Tumult. Hus war kaum zu Wort gekommen. Man vertagte sich auf den 7. Juni 1415. Morgens ereignete sich eine Sonnenfinsternis. Sahen die Konzilsv\u00e4ter darin ein Zeichen des Himmels?<\/p>\n<p>Trotz aller gegen Hus erhobenen Vorw\u00fcrfe war weder K\u00f6nig Sigismund noch dem Klerus wirklich daran gelegen, ihn als Ketzer zu verurteilen. Abends ermahnte man ihn, sich dem Spruch des Konzils zu unterwerfen, dann k\u00f6nne er mit Gnade rechnen. Nach Abschluss des dritten Tages forderte Hus Belege aus der Heiligen Schrift f\u00fcr seine Irrt\u00fcmer. Erst dann sei er bereit abzuschw\u00f6ren. Noch einmal versuchten z.B. der K\u00f6nig selbst und Kardinal d\u2018Ailly, ihn zum Einlenken zu bewegen. Man k\u00f6nne auch Irrt\u00fcmern abschw\u00f6ren, die man gar nicht als solche vertreten hat, meinten sie. Ihre \u201egoldene Br\u00fccke\u201c blieb unbegangen. Am 6. Juli 1415, also knapp vier Wochen sp\u00e4ter, tagte die Vollversammlung des Konzils im M\u00fcnster. Hus wurde als Ketzer verurteilt. Seine Tonsur und seinen Priesterornat zerst\u00f6rte man nach altem Brauch. Danach \u00fcbergaben die Konzilsv\u00e4ter ihn der weltlichen Macht des Reichs. Auf Anordnung des K\u00f6nigs befahl Pfalzgraf Ludwig von Bayern den Henkern der Reichsstadt Konstanz, ihn in den Tod zu geleiten. Hus erhielt einen Hut aus Papier, auf den drei Teufel gemalt waren. Ganz Konstanz und alle Konzilsteilnehmer waren auf den Beinen. Die Br\u00fccke \u00fcber den westlichen Stadtgraben auf dem Weg zur Richtst\u00e4tte drohte aufgrund der Menschenmassen sogar einzust\u00fcrzen. Wo genau Hus verbrannt wurde, ist bis heute umstritten. Genauso wie der exakte Ablauf der Hinrichtung. Sicher ist nur, dass seine Asche und die seiner Habseligkeiten anschlie\u00dfend in den Rhein gestreut wurden. So sollte verhindert werden, dass seine \u00dcberreste zu \u201eReliquien\u201c werden konnten.<\/p>\n<div id=\"attachment_5800\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-5800\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.schechler.com\/see-infos\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Verbrennung-Hus.jpg\" alt=\"Verbrennung des Jan Hus. Ausschnitt eines Altarfl\u00fcgels aus dem Hussitenmuseum Tabor\" width=\"600\" height=\"600\" class=\"size-full wp-image-5800\" srcset=\"http:\/\/see-infos.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Verbrennung-Hus.jpg 600w, http:\/\/see-infos.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Verbrennung-Hus-150x150.jpg 150w, http:\/\/see-infos.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Verbrennung-Hus-300x300.jpg 300w, http:\/\/see-infos.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Verbrennung-Hus-50x50.jpg 50w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-5800\" class=\"wp-caption-text\">Verbrennung des Jan Hus. Ausschnitt eines Altarfl\u00fcgels aus dem Hussitenmuseum Tabor<\/p><\/div>\n<p><strong>Hieronymus von Prag, der meist vergessene Glaubensbruder<\/strong><br \/>\nUlrich Richental, der Konstanzer Konzilschronist, schreibt \u00fcber Hieronymus, die Gelehrten des Konzils h\u00e4tten ihn f\u00fcr wesentlich begabter erachtet, als Hus selbst. Eine bemerkenswerte Aussage! Hieronymus war etwas j\u00fcnger als sein Glaubensbruder. Er studierte in Prag bzw. Oxford und lehrte an den Universit\u00e4ten von Paris, K\u00f6ln und Heidelberg, allerdings nur mit den niederen Weihen versehen. Wie Hus f\u00fchlte er sich als b\u00f6hmischer Patriot und stand in Prag an seiner Seite. Trotz der Bitte, es nicht zu tun, reiste Hieronymus zusammen mit einem Sch\u00fcler am 4. April 1415 nach Konstanz. Kurze Zeit sp\u00e4ter fl\u00fcchtete er aber aufgrund des Verfahrens gegen Hus nach \u00dcberlingen. Von dort aus schrieb er K\u00f6nig und Konzil und bat um freies Geleit. Dieses wurde ihm nur f\u00fcr seine Anreise in Aussicht gestellt. Gleichzeitig zitierte man ihn vor das Konzil. Hieronymus realisierte die Gefahr und versuchte nach B\u00f6hmen zu fliehen. Unterwegs erkannte man ihn. \u201eMit eisernen Handschellen an einer langen Kette\u201c wurde er am 23. Mai 1415 in die Konzilstadt zur\u00fcck gebracht und in einen \u201eharten Kerker\u201c geworfen. Die Bedingungen sind \u00e4hnlich grausam wie bei Hus: dreihundertf\u00fcnfzig Tage in schmutzigen Kleidern, Unrat und Kot, teils mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen an eine S\u00e4ule gekettet. Mehrfach wurde er verh\u00f6rt. Besonders die Vertreter der Universit\u00e4ten, an denen er gelehrt hatte, belasteten ihn. Nach der Hinrichtung von Jan Hus zaudert Hieronymus und schw\u00f6rt seinen Grunds\u00e4tzen ab. Daf\u00fcr erleichtern ihm die Konzilsv\u00e4ter die Haftbedingungen. Daraus entlassen, wird er aber nicht. Als neuerliche Anschuldigungen gegen ihn erhoben werden, stellt er sich wieder auf die Seite seiner Glaubensbr\u00fcder. Den Aussagen seiner Zeitgenossen zufolge, war er ein brillanter Redner und scharfsinniger Denker, der Zuh\u00f6rer in seinen Bann zu ziehen verstand. Kein Wunder also, dass der Prozess gegen Hieronymus \u00fcber ein Jahr dauerte. Wie Hus wurde er auf einer Vollversammlung des Konzils im M\u00fcnster verurteilt und an der gleichen Stelle wie er verbrannt. Auch seine Asche streute man in den Rhein.<\/p>\n<p><strong>Nachwirkungen<\/strong><br \/>\nDie Hinrichtung von Jan Hus und Hieronymus von Prag f\u00fchrten zu schweren, b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Auseinandersetzungen in B\u00f6hmen. Sie sind unter der Bezeichnung Hussitenkriege in die Geschichte eingegangen. Anders als von den Konzilsv\u00e4tern erhofft, konnte die Reinheit der Lehre in Konstanz also nicht wiederhergestellt werden. Schon das Nachfolgekonzil von Basel 1431 bis 1449 musste sich erneut mit dieser Problematik auseinandersetzen. F\u00fcr die protestantische Kirche gilt Jan Hus als eines der bedeutendsten Vorbilder der sp\u00e4teren Reformatoren. Besonders Martin Luther wird oft in der direkten Nachfolge Husens gesehen. Der Ausspruch von Hus: \u201eHeute bratet ihre eine Gans (im Tschechischen bedeutet \u201ehusa\u201c Gans, Anm. d. Verf.), morgen wird daraus aber ein Schwan entstehen\u201c, f\u00fchrte dazu, dass Luther bis heute gerne mit dem Schwan in Verbindung gebracht wird.<\/p>\n<p>In Konstanz blieb die Erinnerung an Jan Hus und Hieronymus von Prag \u00fcber die Jahrhunderte lebendig. Generationen von Interessierten zeigte man z.B. die handschriftliche Chronik des Konzils und \u2013 dabei besonders gerne \u2013 die Abbildung von der Hinrichtung des Jan Hus (wie die Fingerabdr\u00fccke auf der entsprechenden Seite beweisen). Keine Stadtchronik und kein Reisef\u00fchrer verzichtet seit dem Konzil auf eine Erw\u00e4hnung der Kirchenversammlung und der Hinrichtung des Hus. 1862 wurde an der vermeintlichen Hinrichtungsst\u00e4tte im Stadtteil Paradies ein Findling zum Gedenken an den Feuertod der beiden Glaubensbr\u00fcder errichtet. Ein Ort, der seither als eine Pilgerst\u00e4tte f\u00fcr Tschechen gilt. Kein Wunder, denn der tschechische Nationalfeiertag wurde im 20. Jahrhundert auf das Datum seiner Hinrichtung gelegt.<\/p>\n<p>Etwas schwieriger gestaltet es sich mit dem Geb\u00e4ude des heutigen Hus-Hauses: Schon Ulrich Richental verbreitet die M\u00e4r eines Fluchtversuchs des Reformators und l\u00e4sst seine Gefangennahme genau an dieser Stelle erfolgen. In der Folgezeit erhielt das Haus eine Spottinschrift auf den B\u00f6hmischen Kleriker, die 1786 durch einPortrait ersetzt wurde, erneuert wurde. Im Volksmund b\u00fcrgerte sich allm\u00e4hlich die Bezeichnung \u201eHus-Haus\u201c ein. Durch Reisef\u00fchrer fand sie weltweite Verbreitung. 1878 schlie\u00dflich lie\u00dfen die b\u00f6hmischen Vereine Deutschlands eine entsprechende Gedenktafel aus Marmor daran anbringen. Das in der Folge eingerichtete Museum erhielt anl\u00e4sslich des Konziljubil\u00e4ums eine neue Dauerausstellung. Ein zweiter Pilgerort f\u00fcr Konzil- und Hus-Interessierte.<\/p>\n<p><strong>Erinnerungsorte an Jan Hus<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Herberge: Der \u201ePfistrinen huss an sant Paulsgassen\u201c (= Hussenstrasse 22). Originalbau heute nicht mehr vorhanden. Privatbesitz.<\/li>\n<li>Hausarrest: Domkantorei am M\u00fcnster. Genauer Standort derzeit (noch) nicht bekannt. Publikation steht aus.<\/li>\n<li>Erster Kerker: Prediger-bzw. Dominikaner-Kloster. Mehrfach umgebaut; heute Steigenberger Inselhotel.<\/li>\n<li>Zweiter Kerker: Minoriten- bzw. Barf\u00fc\u00dfer- oder Franziskaner-Kloster. Heute Stephansschule bzw. B\u00fcrgersaal. Im 18.\/19. Jahrhundert komplett umgestaltet.<\/li>\n<li>Festungshaft: Gottlieben. Burg bzw. Schloss. Kurz nach dem Konzil und in den folgenden Jahrhunderten komplett erneuert. Der eigentliche Gef\u00e4ngnis-Turm im Westen wohl noch original erhalten. Privatbesitz, nicht zug\u00e4nglich.<\/li>\n<li>Ort der Anh\u00f6rung: Minoriten- bzw. Barf\u00fc\u00dfer- oder Franziskaner-Kloster. Heute Stephansschule bzw. B\u00fcrgersaal. Im 18.\/19. Jahrhundert komplett umgestaltet.<\/li>\n<li>Urteilsverk\u00fcndung: M\u00fcnster (Dom): Tagungsort des Konzils. Durch Umbauten kurz nach dem Konzil und in sp\u00e4teren Jahrhunderten ver\u00e4ndert.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Erinnerungsorte an Hieronymus von Prag<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Herberge: Haus Zum Delphin (= Hussenstrasse 14). Sorgf\u00e4ltig restauriertes Originalgeb\u00e4ude. Privatbesitz.<\/li>\n<li>Kerker: Stadtturm bei der St. Pauls-Kirche. Turm heute nicht mehr vorhanden. Am Haus Obere Laube 73 befindet sich eine Gedenktafel.<\/li>\n<li>Ort des Verh\u00f6rs: St.-Pauls-Kirche. Mehrfach umgebaut. Heute Kulturzentrum K9 und Gastronomie.<\/li>\n<li>Urteilsverk\u00fcndung: M\u00fcnster (Dom): Tagungsort des Konzils. Durch Umbauten kurz nach dem Konzil und in sp\u00e4teren Jahrhunderten ver\u00e4ndert.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Orte des gemeinsamen Gedenkens:<\/strong><br \/>\n<strong>Hussenstein<\/strong>: Gedenkstein. Es handelt sich nicht um die tats\u00e4chliche Hinrichtungsst\u00e4tte von Jan Hus und Hieronymus von Prag! Deren genaue Lokalisierung ist umstritten. J\u00e4hrlich findet am Hussenstein am 6. Juli ein \u00f6ffentliches Gedenken zu Ehren von Jan Hus und Hieronymus statt.<br \/>\n<strong>Hus-Museum<\/strong>: Gedenkst\u00e4tte mit Schwerpunkt auf Jan Hus. Das Geb\u00e4ude selbst steht in keiner historischen Verbindung mit dem Reformator. Die Dauerausstellung im Inneren zeigt allerdings wahrscheinlich originale Fragmente aus seinem Gef\u00e4ngnis im Prediger- bzw. Dominikaner-Kloster.<br \/>\n<strong>Luther-Kirche<\/strong>: wurde bewusst auf dem angenommenen Weg zur Hinrichtungsst\u00e4tte errichtet. Der Grundstein wurde sogar genau am 450. Jahrestag der Hinrichtung von Jan Hus, n\u00e4mlich am 6. Juli 1865 gelegt.<\/p>\n<p><strong>Das Konstanzer Konzil 1414-1418:<\/strong><br \/>\nDrei P\u00e4pste, die gleichzeitig den Anspruch auf den Stuhl Petri erhoben, eine geteilte Christenheit, politische Auseinandersetzungen in ganz Europa \u2013 um diese Unruhen zu beheben, kamen zwischen 1414 und 1418 in Konstanz weltliche und geistliche Machthaber zusammen. Der Chronist Ulrich Richental z\u00e4hlte \u00fcber 70.000 Besucher. Die Zahl der tats\u00e4chlichen Anwesenden mag geringer gewesen sein, dennoch vollbrachten die Konstanzer mit der Versorgung eine logistische Meisterleistung. Drei Ziele setzte sich die Kirche, wovon sie allerdings mit der Wahl von Papst Martin V. 1417 in Konstanz nur eines, die Beendigung des Schismas, erreichte. N\u00f6tige Reformen der Kirche wurden vertagt. Die Todesurteile gegen Jan Hus und Hieronymus von Prag l\u00f6sten die Hussitenkriege aus und verunsicherten Europa. Neben den theologischen Aspekten spielte auch das politische Geschehen beim Konzil eine wichtige Rolle. Die in Konstanz anwesenden weltlichen Herrscher f\u00e4llten weitreichende Entscheidungen, die Europa bis heute pr\u00e4gen. Zugleich entwickelte sich die Stadt zu einer Drehscheibe des Wissens: Professoren und Magister, K\u00fcnstler und Kaufleute sorgten f\u00fcr einen regen Austausch von Schriften, Liedern und anderen Impulsen. Infos: <a href=\"http:\/\/www.konstanzer-konzil.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.konstanzer-konzil.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Das Jubil\u00e4um 600 Jahre Konstanzer Konzil:<\/strong><br \/>\n2014 \u2013 2018 l\u00e4dt die Konzilstadt erneut nach Konstanz ein. Unter dem Motto \u201eEuropa zu Gast\u201c kn\u00fcpft es gemeinsam mit Konstanzer B\u00fcrgern und G\u00e4sten aus ganz Europa an die Ereignisse des Konstanzer Konzils an. Die Vielfalt des Konzils spiegelt sich im breiten Spektrum der Partner wider: Vertreter der Kirchen arbeiten eng mit Hochschulen, Tourismus- und Kulturinstitutionen in Konstanz, der Bodenseeregion und Europa zusammen. Eine Vielzahl von Veranstaltungen wird auch mit den Konstanzer Partnerst\u00e4dten Fontainebleau, Richmond, Tabor und Lodi sowie weiteren europ\u00e4ischen St\u00e4dten und Regionen, die im Zusammenhang mit dem sp\u00e4tmittelalterlichen Kongress stehen, ausgerichtet. Die Feierlichkeiten besch\u00e4ftigen sich mit faszinierenden Pers\u00f6nlichkeiten und greifen spannende Thematiken des Konzils auf: Die f\u00fcnf Jahre werden symbolisiert durch f\u00fcnf K\u00f6pfe des Konzils, die f\u00fcr f\u00fcnf heute und damals aktuelle Themen stehen. In den Jubil\u00e4umsjahren erinnern einzelne themenbezogene Veranstaltungen an das Konstanzer Konzil und stellen einen dauerhaften Bezug vom historischen Konzil in die Gegenwart und Zukunft her. <a href=\"http:\/\/www.konstanzer-konzil.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.konstanzer-konzil.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Kultig sch\u00f6nes Konstanz:<\/strong><br \/>\nDie Studentenstadt Konstanz ist die gr\u00f6\u00dfte Stadt am Bodensee und zugleich die einzige deutsche Gemeinde am S\u00fcdufer des Sees. Die gut erhaltene historische Innenstadt grenzt direkt an die Schweiz, an den Bodensee und an den Seerhein, der hier den Obersee als breites Wasserband in nordwestlicher Richtung verl\u00e4sst. An klaren Tagen schweift der Blick vom Konstanzer Hafen \u00fcber die im Wasser schaukelnden Segelboote und die weite Fl\u00e4che des tiefblauen Bodensees bis zu den imposanten Gipfeln der Voralpen. Konstanz ist eine Einkaufsstadt: Zahlreiche Gesch\u00e4fte laden zum Flanieren und Bummeln ein, Stra\u00dfencaf\u00e9s locken auf mediterrane Pl\u00e4tze und in lauschige Innenh\u00f6fe zum gem\u00fctlichen \u201ePlausch\u201c \u2013 wie die eidgen\u00f6ssischen Nachbarn sagen. Die Bodenseemetropole ist ein idealer Ausgangspunkt f\u00fcr Ausfl\u00fcge mit Schiff und Segelboot. Eine Auto- und Personenf\u00e4hre verkehrt regelm\u00e4\u00dfig zwischen Konstanz und dem romantischen Weinst\u00e4dtchen Meersburg auf der Nordseite des Sees. Mit den Katamaranen \u201eFridolin\u201c, \u201eFerdinand\u201c und \u201eConstanze\u201c ist man in 45 Minuten in der Zeppelin-Stadt Friedrichshafen. Ausflugsschiffe steuern von Konstanz aus fast alle Gemeinden am See an. Mit dem Schiff, zu Fu\u00df oder mit dem Rad kann man die nahe gelegene und zu Konstanz geh\u00f6rende Blumeninsel Mainau besuchen \u2013 das wohl bekannteste Ausflugsziel am Bodensee. Dank des milden Seeklimas gedeihen in dem weitl\u00e4ufigen Schlosspark Palmen, Mammut-, Zitronen- und Orangenb\u00e4ume. Infos: <a href=\"http:\/\/www.konstanz-tourismus.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.konstanz-tourismus.de<\/a><\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_5751 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_5751')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_5751').socialSharePrivacy({\"services\":{\"twitter\":{\"reply_to\":\"\",\"tweet_text\":\"Wer%20ist%20Jan%20Hus%3F%20Hintergrundinformationen%20%C2%BB%20See-Infos.de%20%23Konzil\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"gplus\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"referrer_track\":\"\"},\"xing\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Xing senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"pinterest\":{\"status\":\"on\",\"the_excerpt\":\"Wer ist Jan Hus? Hintergrundinformationen\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Pinterest senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\",\"media\":\"http:\\\/\\\/see-infos.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2014\\\/12\\\/Verbrennung-Hus.jpg\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \\u00fcbertragen - siehe <em>i<\\\/em>.\",\"perma_option\":\"off\"}},\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"http:\\\/\\\/see-infos.de\\\/?p=5751\",\"post_id\":5751,\"post_title_referrer_track\":\"Wer+ist+Jan+Hus%3F+Hintergrundinformationen\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europa um 1400: alles scheint in Unordnung. Nicht nur die staatlichen Strukturen versprechen keine Sicherheit mehr, sondern vor allem auch die heilige Mutter Kirche. Unzucht, Korruption, Ma\u00dflosigkeit und Willk\u00fcr herrschen. Der Teufel habe auf der Welt die Macht an sich gerissen, denken viele Zeitgenossen. Drei P\u00e4pste regieren, die Osmanen r\u00fccken immer weiter gegen das Abendland [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5800,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[38],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5751"}],"collection":[{"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5751"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5751\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5800"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/see-infos.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}